Sozialarbeit macht Glücksspiel zum Thema

 Für SchülerInnen:

Am Dienstag, den 11.12.2018, fand an unserer Schule eine Glüxxit-Veranstaltung statt, die das Thema Glückspiel behandelte. In der Zeit von 11:00 Uhr – 12:20 Uhr  fanden sich dafür etwa 180 Schüler zur Schülerveranstaltung in der Aula ein. Dr. Tobias Hayer von der Universität Bremen stellte anschaulich dar, welche Gefahren durch regelmäßiges Glücksspiel auf die Spieler lauern. Bis hin zur Suchtgefahr wurden Aspekte beleuchtet, die dafür verantwortlich sind. Verschiedene Möglichkeiten des „Gaming“ wurden vorgestellt, was deren Reiz und Faszination ausmacht und welche Marketingstrategien dahinter stecken – denn Gewinner ist IMMER die Spielindustrie!

Welche Motivation auf junge Menschen wirkt, um sich dem Spiel hinzugeben, und wie sie sich schützen können, war der andere Gesichtspunkt der durchaus unterhaltsamen und „gewinnbringenden“ Vortragsveranstaltung. Im Anschluss konnten sich interessierte Schüler in der Pausenhalle am Infostand von Glüxxit näher informieren, Adressen zur Suchtberatung erhalten und am Unglücksrad versuchen.

Die Sozialarbeit der Schule steht im Falle einer Suchtberatung weiterhin gerne zur Verfügung.

(obs)

Und für KollegInnen:

Am Nachmittag fand die „Inhouse-Schulung“ für Lehrkräfte statt. Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Obst und Frau Trümper, begann Herr Dr. Heyer mit seinem Vortrag.

Warum ist gerade Glücksspiel so anziehend für Jugendliche?
Es gibt heutzutage eine Fülle von Glücksspielen und man kann sich diesem Angebot nicht mehr entziehen. Egal welches Medium, überall findet man die Möglichkeit zum Glücksspiel. Die Aussicht auf Geldgewinne tut ihr Übriges.

Auch die Werbung ist natürlich darauf ausgelegt, Menschen dazu zu bewegen, doch einmal ihr Glück zu versuchen, sei es bei Sportwetten, an Automaten oder bei Quizsendungen im Fernsehen. Die Medien ihrerseits fördern diese Anreize auch noch, durch positive Berichterstattung von Menschen, die viel Geld beim Glücksspiel gewonnen haben. Außerdem machen immer mehr prominente Menschen Werbung für Glückspiel und viele Sponsoren von Sportvereinen haben diesen positiven Aspekt der Werbung ebenfalls für sich erkannt.

Besonders beliebt sind bei Jugendlichen im Moment die Sportwetten. Auch ihrer Anziehungskraft kann man sich nicht entziehen, da die meisten Jugendlichen glauben, ausreichend Kenntnisse einer Sportart zu besitzen, und wieso sollte man diese Kenntnisse dann nicht auch gewinnbringend investieren? Außerdem bietet Glücksspiel nicht nur die Aussicht auf Geldgewinne, es ist zu einer Art Hobby geworden, bei dem die Jugendlichen dem realen Leben entfliehen können und alltägliche Probleme ausgeblendet werden.

Äußere Erkennungsmerkmale wie bei Drogen – oder Alkoholmissbrauch gibt es beim Glücksspiel so gut wie gar nicht, so Dr. Heyer.
Was kann man also tun? Die Antwort liegt wie so oft in der Prävention. Jugendliche müssen stärker über die Risiken und auch die Sinnlosigkeit von Glücksspiel aufgeklärt werden. Denn viele Jugendliche realisieren nicht, egal wie viel Wissen und Erfahrung sie besitzen, dass Glücksspiel rein vom Zufall anhängig ist.

Des Weiteren setzt die Kampagne darauf, die Gesellschaft für das Thema Glücksspiel zu sensibilisieren. Denn, so Dr. Tobias Heyer, Glücksspiel wird bei weitem nicht so sehr als Problem angesehen, wie zum Beispiel Drogenmissbrauch.

Mit diesem sehr dynamischen und anschaulichen Vortrag ist ihm die Sensibilisierung an unserer Schule, im Besonderen bei den anwesenden Lehrkräften, gelungen. Wir bedanken uns recht herzlich bei Dr. Tobias Heyer für den Vortrag, bei Frances und Jürgen Trümper von „Glüxxit NRW“ und bei Christoph Obst, der die Veranstaltung organisiert hat. Wir hoffen auf eine baldige, wenn nicht sogar regelmäßige Wiederholung!

(vgt)