Erasmus+ auf La Réunion – Dachdeckerhandwerk trifft tropisches Abenteuer
11 Stunden Flug, 32 Grad bei der Landung und plötzlich mitten im Indischen Ozean: Drei Auszubildende aus dem Dachdeckerhandwerk und Schüler des Hans-Sachs-Berufskollegs tauschten im Februar 2026 Baustelle und Berufsschule in Deutschland gegen Palmen, Vulkane und ein Praktikum auf der französischen Insel La Réunion. Möglich gemacht hat das, das Erasmus+-Programm und aus einem Auslandspraktikum wurde schnell ein Erlebnis, das niemand von den dreien jemals vergessen wird.
Lernen, wo andere Urlaub machen
Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer: Mit dem Zug ging es zunächst nach Paris und von dort per Flugzeug weiter Richtung tropische Inselwelt. Nach der Ankunft wurden die Auszubildenden und zwei Lehrer von Lehrkräften der Partnerschule herzlich empfangen inklusive kreolischem Essen, Meerblick und jeder Menge Gastfreundschaft.
Schnell wurde ihnen klar: Dieses Praktikum wird mehr als nur Arbeiten im Ausland. Sie wurden Teil einer neuen Kultur, lernten Menschen kennen, die sie sofort willkommen hießen, und sie konnten den Alltag auf der Insel hautnah erleben.
Schule anders erleben
In der ersten Woche besuchten sie das Lycée Paul Moreau im Osten der Insel. Dort bekamen sie spannende Einblicke in das französische Ausbildungssystem. Besonders beeindruckt hat sie der hohe Praxisanteil: Große Werkhallen direkt auf dem Schulgelände, praktische Projekte und Schülerinnen und Schüler, die schon früh handwerklich arbeiten.
Sie schauten sich, gemeinsam mit ihren Lehrern die verschiedene Gewerke an von Maurerarbeiten über Vermessung bis hin zu Sanitärtechnik und kamen schnell mit den Jugendlichen vor Ort ins Gespräch. Trotz Sprachbarrieren funktionierte der Austausch erstaunlich gut. Mit Händen, Füßen, ein paar Französischkenntnissen und notfalls Google Translate versteht man am Ende doch mehr, als man denkt.
Kurz vor Ende der ersten Woche mussten die drei dann noch eine Gerüstprüfung ablegen um in der dritten Woche im Betrieb zu arbeiten.
Dachdeckerhandwerk unter Palmen
In der zweiten Woche wechselten die drei ans Lycée Jean Hinglo, wo sich alles um Dachdecker-, Spengler- und Holzarbeiten drehte. Dort arbeiteten sie gemeinsam mit den lokalen Auszubildenden an typischen Dach- und Fassadenkonstruktionen der Insel.
Besonders spannend waren für die drei die Unterschiede zur deutschen Arbeitsweise: Viel Metallbearbeitung, traditionelle kreolische Gestaltungselemente und andere Techniken beim Löten und Verarbeiten von Materialien. Sie konnten nicht nur selbst mitarbeiten, sondern auch viele neue Ideen und Techniken für ihren eigenen Berufsalltag mitnehmen.
Arbeiten auf der Baustelle
Die dritte Woche führte schließlich direkt in die Praxis: Sie arbeiteten bei einem Betrieb für Solarthermie- und Photovoltaikanlagen mit. Dort lernten sie, wie Warmwasseranlagen installiert werden und wie vielseitig das Handwerk auf La Réunion organisiert ist.
Während in Deutschland oft mehrere Gewerke beteiligt sind, übernehmen dort dieselben Fachkräfte viele Arbeitsschritte selbst vom Dach bis zur Installation der Technik. Am Ende der Woche konnten sie bereits eigenständig Warmwasserbereiter anschließen und Kupferrohre bearbeiten.
Natürlich gehörten auch frühes Aufstehen, Hitze und Baustellenalltag dazu aber genau das machte die Erfahrung so besonders.
Abenteuer inklusive
Neben Schule und Arbeit blieb natürlich auch Zeit, die Insel zu entdecken. Und La Réunion hat einiges zu bieten: Wasserfälle, schwarze und weiße Strände, tropische Wälder, riesige Berge und sogar einen aktiven Vulkan.
Nach Feierabend noch schnell an den Strand? Kein Problem. Sonnenuntergang mit Pizza am Meer? Gehört dort fast zum Alltag. Sie wanderten durch beeindruckende Landschaften, badeten unter Wasserfällen und bestiegen den Vulkan Piton de la Fournaise teilweise nur wenige Tage vor einem Ausbruch.
Auch kleine Herausforderungen blieben nicht aus: Eine kaputte Wohnungstür machte uns direkt am ersten Wochenende kurzfristig obdachlos, und ohne Sprachkenntnisse mussten wir plötzlich einen Schlüsseldienst organisieren. Stressig? Ja. Aber genau solche Situationen sorgen später für die besten Geschichten.
Mehr als nur ein Praktikum
Das Erasmus+-Programm hat sie nach eigener Aussage nicht nur fachlich weitergebracht. Sie haben gelernt, selbstständiger zu werden, Probleme gemeinsam zu lösen und offen auf andere Menschen zuzugehen. Vor allem aber haben sie gemerkt, wie viel man gewinnt, wenn man seine Komfortzone verlässt.
Ein Auslandspraktikum bedeutet nicht nur neue Arbeitsweisen kennenzulernen es bedeutet Abenteuer, neue Freundschaften, unvergessliche Erinnerungen und Erfahrungen fürs Leben.
Das Fazit der drei
Wer die Chance auf ein Erasmus+-Praktikum bekommt, sollte sie nutzen.
Denn wann hat man sonst die Möglichkeit, als Auszubildender am anderen Ende der Welt zu arbeiten, internationale Erfahrungen zu sammeln und dabei noch eine tropische Insel zu entdecken?
La Réunion hat ihnen gezeigt, dass Handwerk überall verbindet egal welche Sprache man spricht. Und eines steht fest: Sie würden es jederzeit wieder machen.
🌍✈️ Erasmus+ auf La Réunion 🇷🇪☀️
Drei Wochen Praktikum am anderen Ende der Welt: Zwischen Baustelle, Berufsschule, Vulkanwanderungen und Strand haben drei Auszubildende vom Dachdeckerhandwerk auf La Réunion nicht nur neue Arbeitstechniken gelernt, sondern auch eine neue Kultur erlebt. 🛠️🌴
Vom Dachdecker-Workshop bis zur Montage von Solarthermieanlagen konnten sie wertvolle Erfahrungen sammeln und dabei Menschen kennenlernen, die sie sofort herzlich aufgenommen haben.
Natürlich lief nicht immer alles perfekt, es gab mal eine kaputte Airbnb-Tür 😅, aber genau solche Momente machen ein Erasmus-Abenteuer unvergesslich.
Ihr Fazit:
Traut euch raus aus der Komfortzone! Ein Auslandspraktikum bringt euch fachlich UND persönlich weiter und macht einfach unglaublich Spaß. 🚀




